Futtermittel/Adressen
99 Prozent der argentinischen und 90 Prozent aller US-Sojabohnen sind genmanipuliert, weltweit sind es rund 70 Prozent. Durch Importe landen diese
Produkte in unseren Ställen. Im Jahr 2007 wurden nach Angaben der Futtermittelindustrie 3,2 Millionen Tonnen Sojaschrot und 3,4 Millionen Tonnen
Sojabohnen nach Deutschland importiert. EU-weit waren es sogar 34 Millionen Tonnen – der größte Teil davon gentechnisch verändert.
Für Fleisch nicht die Bohne. Futter und Agrokraftstoff – Flächenkonkurrenz im Doppelpack (2008) [mehr]
Die Futtermittelindustrie schürt seit Jahren die Hysterie, dass die Versorgung mit Futtermitteln in der EU knapp wird, weil Nulltoleranz für nicht
zugelassene gentechnisch veränderte Organismen gilt. Verunreinigte Importware wird zurückgewiesen. Industrie und Bauernverband fordern daher einen
Schwellenwert für Verunreinigungen sowie schnellere Zulassungen von Gentechnik-Pflanzen, die in Ländern wie den USA bereits zugelassen
sind. Dabei waren in den letzten fünf Jahren maximal 66.000 Tonnen Soja von den Verunreinigungen betroffen.
Wie die Agrarindustrie versucht, die Nulltoleranz zu kippen (2009) [mehr]
Nachdem im Jahr 2008 14,9 Prozent der gesamten brasilianischen Sojaernte gentechnikfrei zur Verfügung standen, liegt dieser Prozentsatz für die
Ernte 2009 sogar bei 16,3 Prozent.
(Trace Consult, 25.9.2009) [mehr]
Weiteres Hintergrundmaterial zur Nulltoleranz finden Sie [hier]
Adressen gentechnikfreie Futtermittel und weitere Informationen zu Soja-Futtermitteln
Bezugsadressen für gentechnikfreie Futtermittel finden Sie unter anderem [hier]
Lieferanten für GVO-freien Soja HP-48
Zertifiziert nach Baseler Kriterien = Faire Produktion und Handel (kein Anspruch auf Vollständigkeit)
Adressen von Lieferanten (Juni 2008)
Liste von Mischfutterherstellern, die nur Futtermittel ohne Gentechnik herstellen (kein Anspruch auf Vollständigkeit)
Adressen von Lieferanten (Juni 2008)
Laut einer Studie der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit ist in der (österreichischen) Milchproduktion und bei der
Rindermast eine Umstellung auf gentechnikfreie Futtermittel ohne größere Probleme möglich ist. Problematischer, aber dennoch machbar, ist es laut
Studie bei der Schweine- und Geflügelhaltung.
Machbarkeitsstudie zur Auslobung gentechnikfrei und Vermeidung von GVO bei Lebensmitteln aus tierischer Erzeugung (2005) [mehr]

