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Bayern

Trotz des Anbauverbots ist in sieben Bundesländern mit Genmais vermischtes Saatgut gepflanzt worden. Greenpeace spricht vom "bisher größten Skandal“ dieser Art in Deutschland.
(Zeit.Online 6.06.2010) [mehr]


Spätestens seit der Landtagswahl im Jahr 2008 hat in der CSU ein Umdenkprozess in Bezug auf das Thema Agro-Gentechnik begonnen. Während noch im Jahr 2005 der damalige Ministerpräsident Stoiber forderte „Wir müssen Standort für die rote und grüne Gentechnik werden“ hat die Staatsregierung mittlerweile alle staatlichen Freilandversuche mit Gentechnik-Pflanzen abgebrochen und prüft, ob Bayern dem Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen beitreten soll.


Söder prüft Beitritt Bayerns zum Netzwerk gentechnikfreier Regionen
Bayern will sich zusammen mit gentechnikkritischen Regionen in Europa für ein regionales Selbstbestimmungsrecht bei der Grünen Gentechnik einsetzen. Söder kündigt an, einen Beitritt Bayerns zum "Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen" prüfen zu lassen.
(Bayerisches Umweltministerium, 1.9.2009) [mehr]


Doch nach wie vor agiert die Partei auf Bundesebene anders als in Bayern. Während im Programm zur Bundestagswahl 2009 in Bezug auf gentechnisch veränderte Pflanzen noch forsch formuliert wurde: „Der Anbau im Freiland ist jedoch beim jetzigen Kenntnisstand nicht zu verantworten“ (CSU Arbeitskreis Umwelt: Positionen zur Bundestagswahl 2009)

soll laut Berliner Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und FDP der Anbau von Gen-Pflanzen ausdrücklich gefördert werden. Unter anderem wird die Zulassung der Gen-Kartoffel „Amflora“ des BASF-Konzerns für den europaweiten Anbau gefordert. [mehr]


Gentechnik im bayerischen Koalitionsvertrag
„Wir setzen uns gegenüber der Europäischen Union, der die Entscheidung über die Zulassung der Grünen Gentechnik obliegt, dafür ein, dass die Entscheidung über den Anbau und die Abstandsflächen von den Mitgliedstaaten bzw. den Regionen selbst getroffen wird. Wir wollen erreichen, dass für Honig die gleichen rechtlichen Regeln gelten wie für pflanzliche Lebensmittel.“ [mehr]


Keine staatlichen Freilandversuche mit Gen-Pflanzen mehr in Bayern
Genmais-Forschung trotz Genmais-Verbot (Focus, 23. 4.2009) [mehr]


Bayern: 1000 Meter Abstand von Gen-Mais zu Naturschutzgebieten
Im März 2009 veröffentlichte das bayerische Umweltministerium einen Erlass, der den Anbau von Gen-Mais in der Nähe von Naturschutzgebieten nur dann gestattet, wenn zuvor eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt wurde. Der Prüfradius rund um die Schutzgebiete beträgt 1000 Meter.
Anbau von gentechnisch verändertem Mais (Sorte MON 810) im Bereich von Natura 2000- und Naturschutzgebieten
(Bayerisches Umweltministerium, 19.3.2009)
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Position Bayerischer Bauernverband
Die Kreisobmänner des Bayerischen Bauernverbandes lehnen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen aufgrund der vielen ungeklärten Risiken ab. Stellungnahme anlässlich der Kreisobmännertagung des Bayerischen Bauernverbandes am 24.04.2008 in Herrsching [mehr]


80 Prozent der Bayern sind gegen Agro-Gentechnik. Dies geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid hervor, die von der Organisation Campact in Auftrag gegeben wurde. Die Ablehnung ist damit um zehn Prozent höher als im gesamten Bundesgebiet.
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Wie eine Studie der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft über die Risiken des Anbaus von Gen-Mais geschönt wurde (heise.de, 26.09.2006)
Umgeschriebene Wahrheiten - Über die Umweltgefahren von genverändertem Mais
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Berichte und Dokumente zur CSU-Position

CSU: Zehn-Punkte-Programm zur Agro-Gentechnik
In einem Programmpapier fordert die CSU-Fraktion im bayerischen Landtag, Gentechnikforschung grundsätzlich auf Labor- und Gewächshäuser zu beschränken. Freilandversuche sollen nur in Ausnahmefällen, nach besonders sorgfältiger Prüfung und nur für die Sicherheitsforschung möglich sein.
Den kommerziellen Anbau von GVO-Pflanzen lehnt die Fraktion in dem Zehn-Punkte-Papier ab, weil Umweltrisiken nicht vollständig geklärt seien. Andererseits wird die Aufweichung der Nulltoleranz beim Import von Gentechnikfutter mit geringen Anteilen von in Europa nicht zugelassenen GVO gefordert.
Für ein gentechnikanbaufreies Bayern (CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, April 2010) [mehr]


Gentechnik und die CSU - “Ein Wunder der politischen Logopädie”
(Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3.5.2009) [mehr]


“Weiß-blaue Entfremdung”
(Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3.5.2009) [mehr]


Der Bauernfänger: “Agrarkonzerne dürfen nicht über unsere Heimat bestimmen”
(Süddeutsche Zeitung, 20.2.2009) [mehr]


Seehofer: In Bayern bin ich gegen Gentechnik
(Süddeutsche Zeitung, 22.9.2008) [mehr]


CSU für ein gentechnikfreies Bayern?
Übersicht Anträge Gentechnik im Bayerischen Landtag von Ruth Paulig (Die Grünen) [mehr]


Horst Seehofer (CSU) hat die kommerzielle Nutzung der Gentechnik in der Landwirtschaft grundsätzlich in Zweifel gezogen und sich damit erstmals offen gegen den von Bundeskanzlerin Merkel (CDU) geforderten Kurs gestellt.
Seehofer stellt sich gegen Merkel (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.06.2006) [mehr]


Generalsekretär Söder gegen Freilandversuche mit manipulierten Pflanzen
„...Freilandversuche sind ein Problem, solange nicht absehbar ist, wie diese langfristig das Öko-System beeinflussen.”
CSU bockt wegen Gentechnik (Berliner Zeitung, 17.05.2006) [mehr]


Ist Gentechnik unchristlich?
“Dilemma der CSU” (F.A.Z., 31.10.2006) [mehr]


Bauernverband erteilt dem Anbau von Gen-Mais eine klare Absage und kommt damit der Basis entgegen
Das Feld wird nicht bestellt (Süddeutsche Zeitung, 17.05.2006) [mehr]


Kehrtwende der CSU in der Gentechnik?
Zitate von 1996 bis 2006 von Ruth Paulig (Die Grünen) [mehr]


CSU: Zehn-Punkte-Programm zur Agro-Gentechnik
In einem Programmpapier fordert die CSU-Fraktion im bayerischen Landtag, Gentechnikforschung grundsätzlich auf Labor- und Gewächshäuser zu beschränken. Freilandversuche sollen nur in Ausnahmefällen, nach besonders sorgfältiger Prüfung und nur für die Sicherheitsforschung möglich sein.
Den kommerziellen Anbau von GVO-Pflanzen lehnt die Fraktion in dem Zehn-Punkte-Papier ab, weil Umweltrisiken nicht vollständig geklärt seien. Andererseits wird die Aufweichung der Nulltoleranz beim Import von Gentechnikfutter mit geringen Anteilen von in Europa nicht zugelassenen GVO gefordert.
Für ein gentechnikanbaufreies Bayern (CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, April 2010) [mehr]