Beteiligte Landkreise: 32
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Gentechnikfreie Regionen

Gentechnikfreie Anbauregionen sind nach derzeit geltendem Recht nur schwer rechtsverbindlich durchzusetzen. Es gibt allerdings Bestrebungen, die europäischen Regelungen in dem Sinne zu ändern, dass Staaten, Regionen oder Bundesländer den Anbau von Gentechnik-Pflanzen verbieten können. Aktuell möglich ist jedoch, dass Kommunen, Kirchen oder Landbesitzer den Einsatz der Agro-Gentechnik auf ihrem Grund und Boden untersagen können.

Informationen über die derzeitigen (freiwilligen) gentechnikfreien Regionen in Deutschland, Ansprechpartner von Initiativen sowie Musteranträge finden Sie [hier].

Eine interaktive Karte der gentechnikfreien Regionen und Zonen in Deutschland finden Sie [hier].

Dass gentechnikfreie Anbauzonen notwendig sind, um Kontaminationen mit Gentechnik-Pflanzen zu verhindern und gentechnikfreien Anbau überhaupt möglich zu machen, wird auch durch großangelegte EU-Studien untermauert. Koexistenz auf den Feldern Europas ist demnach nur möglich, wenn große Isolationsabstände gewählt werden (und zusätzlich umfassende Informationen für die betroffenen Bauern zur Verfügung stehen), oder durch separierte Anbauregionen (entweder Gentechnikgebiete oder gentechnikfreie Regionen).
Die Kosten der Koexistenz (2011) [mehr]


Bulgarien stoppt Gentechnik-Anbau per Gesetz
Das bulgarische Parlament hat ein neues Gentechnikgesetz beschlossen. Dabei verschärfte es die Abstandsregelungen so umfassend, dass der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen praktisch unmöglich wird. Nach der neuen Gesetzgebung ist der Anbau von Gentechnik-Pflanzen in einem Radius von 30 Kilometern zu Schutzgebieten, zehn Kilometern zu Bienenständen und sieben Kilometern zu Bio-Äckern verboten.
Bulgarien verbietet GVO-Anbau per Gesetz (EurActiv, 19.3.2010) [mehr]


Thüringen und Schleswig-Holstein sind aktuell die einzigen Bundesländer, die dem "Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen" beigetreten sind.
Freistaat Thüringen: Thüringen als einziges deutsches Bundesland im "Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen"(12.11.2010) [mehr]
Schleswig-Holstein wird Mitglied im Europäischen Netzwerk der gentechnikfreien Regionen (31.7.2012) [mehr]