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Aktuelles Statement: JA - für einen AGRO-Gentechnikfreien Landkreis Ga...
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Konzerne

Die Agro-Gentechnik ist fest in der Hand weniger multinationaler Konzerne. Weniger als zehn Konzerne dominieren den Weltmarkt für Saatgut und Pestizide. Schon heute beherrschen Monsanto, Syngenta und DuPont knapp die Hälfte des kommerziellen Weltmarkts für Saatgut. Zusammen mit Bayer, Dow und BASF besitzen sie zudem einen Großteil der Patente im Bereich gentechnisch veränderte Pflanzen.
Who Owns nature? (2008) (engl.) [mehr]


Monsanto dominiert den Markt fast vollkommen. In rund 90 Prozent aller Gentechnik-Pflanzen befindet sich Monsantos patentiertes Genmaterial. Das Unternehmen beherrscht mittlerweile fast ein Viertel des kommerziellen Welt-Saatgutmarktes, auch durch den Aufkauf von Dutzenden anderer Saatgutfirmen im Wert von rund 15 Mrd. US-$. Laut der Arthur Anderson Consulting Group, die 1999 die Unternehmensziele von Monsanto präsentierte, soll spätestens 2020 sämtliches Saatgut auf der Welt gentechnisch verändert und patentiert sein.

„Technologievertrag“ von Monsanto für das Anbaujahr 2010
Die berüchtigten Technologieverträge von Monsanto enthalten unter anderem folgende Bestimmungen:

Monsanto Technology/Stewardship Agreement (2010) [mehr]


Dass die seit 20 Jahren versprochenen Wunderpflanzen der Gentechnikkonzerne, die höhere Erträge bringen und dabei Salzwasser, Trockenheit und alle möglichen anderen Widrigkeiten ertragen, sich nach wie vor in sehr frühen Entwicklungsstufen mit unklaren Prognosen befinden, hat eine Studie des BUND im Jahr 2009 gezeigt. Nach wie vor arbeitet die Industrie überwiegend an neuen Bt- oder herbizidresistenten Pflanzen, die z.B. eine höhere Dosis von Monsantos Blockbuster-Pestizid Roundup ertragen
„Die Heilsversprechen der Gentechnikindustrie - ein Realitäts-Check“ (2009) [mehr]


Nicht immer hat Monsanto mit seinem Gentechnik-Saatgut Erfolg. Im Jahr 2009 fiel die Ernte des gentechnisch veränderten Monsanto-Maises auf 82.000 Hektar vor allem in den drei südafrikanischen Provinzen North West, Free State und Mpumalanga nahezu komplett aus.
Monsantos GVO-Desaster (2008) [mehr]
Schattenblick (2008) [mehr]


Wie auch deutsche Behördenvertreter und Wissenschaftler mit der Industrie gemeinsame Sache machen, kann man in einem Bericht von Christoph Then und Antje Lorch nachlesen. Die Studie zeigt: An zentralen Stellen in den Gentech-Genehmigungsbehörden sitzen Wissenschaftler, die in Lobbyvereinen eng mit Industrievertretern zusammenarbeiten. Anstatt die Industrie zu kontrollieren, setzen sie sich für ihre Interessen ein.
Kontrolle oder Kollaboration (2008) [mehr]


Wie offen auch deutsche Behördenvertreter mittlerweile mit der Gentechnikindustrie zusammenarbeiten zeigt eine Studie, in der eine Initiative angekündigt wird, die „bessere“ Standards für die Zulassung von Gentechnik-Pflanzen erarbeiten will. Daran beteiligen sich laut der Publikation neben allen namhaften Gentechnikkonzernen von Monsanto bis BASF auch deutsche und europäische Spitzenbeamte.
Assessment of risk of insect-resistant transgenic crops to nontarget arthropods (2008) [mehr]


Erntezeit: Wie der Gentechnikkonzern Monsanto den Weltmarkt aufrollt – und BASF dabei den Türöffner in Europa spielt
(Die Zeit, 26.3.2009) [mehr]


Monsanto will Patent-Sheriffs auch in Europa
(top agrar, 2008) [mehr]


Das Milliardengeschäft mit den Genpflanzen
(Süddeutsche Zeitung, 11.10.2007) [mehr]