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Lebensmittel

In Europa müssen Lebensmittel, die gentechnische Bestandteile enthalten, gekennzeichnet werden. Der Kennzeichnungsschwellenwert wurde auf 0,9 Prozent (pro Bestandteil eines Produktes) festgelegt.

Gekennzeichnet werden müssen in diesen Fällen:

Verordnung über Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit [mehr]


Eine große Lücke ist jedoch, dass Fleisch und andere tierische Produkte wie Milch und Eier nicht gekennzeichnet werden müssen, wenn sie von Tieren stammen, die mit Gentechnik-Futter gefüttert wurden. Um die Einführung einer solchen Kennzeichnung wird seit Jahren heftig gerungen.

Gentechnik im Supermarkt: Lücken bei der Kennzeichnung
Die gute Nachricht zuerst: In deutschen Supermärkten gibt es keine mit “gentechnisch verändert” gekennzeichneten Lebensmittel. Die weniger gute Nachricht: In den Verkaufsregalen warten zahlreiche Nahrungsmittel ohne Kennzeichnung auf den Käufer, bei deren Herstellung gentechnisch veränderte Bestandteile verwendet wurden.
(OVB, 6.5.2006) [mehr]


Im Jahr 2008 wurde in Deutschland eine Positiv-Kennzeichnung eingeführt. Damit ist es möglich, Lebensmittel als gentechnikfrei auszuloben, wenn Produkte nachweislich nicht mit Gentechnik in Berührung gekommen sind und Tiere GVO-frei gefüttert wurden.
Durchführungsgesetzes zur Änderung der neuartigen Lebensmittel- und Lebensmittelzutaten-Verordnung (2008) [mehr]


Eine entsprechende Kennzeichnung ist auch deshalb überfällig, als nach wie vor ungeklärt ist, ob gentechnische Konstrukte in Fleisch oder tierischen Produkten nachweisbar sind. Eine jüngst in Neuseeland veröffentlichte Studie fasst Untersuchungen zusammen, die darauf hindeuten, dass genau dies der Fall ist.
Report on animals exposed to GM ingredients in animal feed (2009) (engl.) [mehr]


Damit widerspricht der Bericht einer Untersuchung der EFSA, die keine Hinweise auf das Vorkommen von transgener Fremd-DNA in Tieren sieht.
EFSA statement on the fate of recombinant DNA or proteins in meat, milk and eggs from animals fed with GM feed (2007) (engl.) [mehr]


Genkonstrukte in Ziegenmilch
Wissenschaftler aus Italien fanden erstmals Genabschnitte von gentechnisch veränderter Soja in der Milch und im Blut von Ziegen. Die Genfragmente wurden auch bei Zicklein nachgewiesen, die diese Milch erhalten hatten. Beim Nachwuchs der Ziegen wurde zudem eine erhöhte Aktivität bestimmter Enzyme festgestellt.
Fate of transgenic DNA and evaluation of metabolic effects in goats fed genetically modified soybean and in their offsprings (2010) (engl.) [mehr]


Immer mehr gentechnikfreie Eier
Obwohl nach wie vor viele Legehennen Gentechnik-Futter erhalten, gibt es einen positiven Trend hin zur gentechnikfreien Fütterung. Dies bestätigt der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG).
Verband Lebensmittel ohne Gentechnik: „Ohne Gentechnik“ Kennzeichnung bei Eiern ein großer Erfolg (15.4.2011) [mehr]